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Auch auf Drückjagden und für Gesellschaftsjagden allgemein gilt während der Corona-Pandemie: Abstand, Hygiene, Alltagsmaske. Die AHA-Formel zur Eindämmung des Coronavirus ist allgegenwärtig, auch auf der Jagd. Als Jägerschaft haben wir eine besondere Vorbildfunktion und handeln selbstverständlich verantwortungsbewusst.

Wir schützen damit nicht nur unsere Mitjägerinnen und Mitjäger, sondern zeigen auch, dass wir unseren wichtigen gesetzlichen Auftrag professionell und umsichtig umsetzen.

Drückjagden können meist trotz Corona stattfinden

Da ich fast täglich gefragt werde, ob und wie Gesellschaftsjagden trotz Corona stattfinden können, habe ich die wichtigsten Hinweise für Euch recherchiert und in diesem Beitrag sowie im Film „Corona Hygienehinweise für Drückjagden – Welche Regeln gelten bei Gesellschaftsjagden?“ zusammengefasst. Die meisten Hinweise zu den Hygieneregeln habe ich aus Veröffentlichungen der Landesjagdverbände sowie aus einem Papier des hessischen Umweltministeriums entnommen, welches der LJV Hessen zur Verfügung gestellt hat.

Allerdings können diese Hinweise aufgrund der dynamischen Entwicklung und der permanenten Anpassungen der Regeln keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben.

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Vor der Drückjagd: Corona-Regelungen prüfen

Bitte prüfe einen Tag vor dem geplanten Jagdtermin die Regelungen und mögliche Kontaktbeschränkungen in dem Bundesland sowie in dem Landkreis oder der kreisfreien Stadt, in dem die Jagd stattfinden soll.

Die Jagdausübungsberechtigten, die Dich eingeladen haben, sollten über Deine Telefonnummer und Mailadresse verfügen, falls die Jagd aufgrund neuer Regelungen kurzfristig abgesagt werden muss oder sonstige Änderungen mitgeteilt werden müssen. Bitte teile Deine Kontaktdaten schon bei der Zusage mit und rufe Deine Mails regelmäßig auch vor der Jagd noch einmal ab, damit Du über mögliche Änderungen informiert wirst. Dies gilt insbesondere für Jägerinnen und Jäger, die die Einladung auf dem Postweg erhalten haben.

Je nach Bundesland und Landkreis können unterschiedliche Einschränkungen hinsichtlich der Personenzahl für Versammlungen und Veranstaltungen gelten. Die „Veranstalter“ von Drückjagden müssen meist Hygienekonzepte vorlegen und deren Überwachung gegenüber den Behörden zusichern.

Wichtig für Dich als Drückjagd-Teilnehmer:

Solltest Du in den Tagen vor der Jagd oder am Jagdtag selbst grippeähnliche Symptome spüren, Fieber haben oder Dich allgemein krank fühlen, sage den Jagdausübungsberechtigten unbedingt zeitnah Bescheid.

Falls Du aus einem Risikogebiet aus dem Ausland zur Jagd nach Deutschland einreist, beachte bitte die Einreisebeschränkungen und Quarantänebestimmungen des Auswärtigen Amtes. Informationen Corona-Risikogebieten findest Du auf den Seiten des Robert-Koch-Institutes (RKI).

Einladung prüfen und Hinweise beachten

Schaue noch einmal genau auf die Einladung, welche Regelungen an der Drückjagd gelten und packe neben Deinen Jagdutensilien, Jagdschein und Waffenbesitzkarte auch eine Maske (Mund-/Nasenschutz) sowie ein Handdesinfektionsmittel ein.

Keine gemeinsame Anreise zur Jagd

Eine gemeinsame Anreise zur Jagd sollte nur mit Personen erfolgen, mit denen Du in einem Haushalt lebst. Halte von anderen Personen einen Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern ein.

Außerdem solltest Du auf Händeschütteln und Umarmen verzichten sowie die Hust- und Niesetikette einhalten.

Jagdschein kontaktfrei vorzeigen

Der Jagdschein, WBK und Schießübungsheft sollten kontaktfrei und im Freien vorgezeigt werden (Aufblättern und zur Kontrolle hinhalten). In Innenräumen muss ein Mund-Nasenschutz getragen werden.

Das Geld für die Hundeversicherung bitte abgezählt bereithalten, damit kein Wechselgeld herausgegeben werden muss.

Du solltest einen eigenen Kugelschreiber mitführen, falls eine Unterschrift geleistet werden muss. Dem Jagdleiter müssen Deine Adresse und Telefonnummer bekannt sein! Bitte korrekt und leserlich eintragen.

Zusammenkünfte während der Jagd möglichst vermeiden

Grundsätzlich solltest Du Dich nur in Deiner Jagdgruppe (max. 10 Personen, Länderregelungen beachten) aufhalten. Wenn Markierungen wie z. B. Gruppenschilder angebracht sind, solltest Du dort stehen bleiben und nicht in andere Gruppen wechseln.

Fahrt zum Drückjagdstand

Die Anfahrt zum Stand sollte nach Möglichkeit in getrennten Fahrzeugen erfolgen, außer bei Personen eines Hausstandes. Maximal 2 Personen pro Auto mit Mund/Nasenschutz. Desinfektionsmittel sollte mitgeführt werden.

Wildbergung, Nachsuchen usw. sollten kontaktlos durchgeführt werden. So wenig Wildkontakt wie möglich, immer Einmalhandschuhe tragen. Überall Abstand halten, mindestens 1,5 Meter.

Auf das Streckelegen und die Übergabe von Erlegerbrüchen mit Handschlag sollte verzichtet werden.

Ebenso sollten keine Gegenstände zur gemeinsamen Nutzung zur Verfügung stehen (keine Kaffeekannen, usw.).

Wichtig für Jagdausübungsberechtigte:

Bitte achte auf die maximale Personenzahl, die sich bei Veranstaltungen in Eurem Bundesland versammeln dürfen. Für die Jagd kann es allerdings Ausnahmeregelungen geben. Informationen dazu erteilen die Gesundheitsämter der Landkreise und kreisfreien Städte. Zur Gesamtpersonenzahl gehören nicht nur die Schützen, sondern auch Treiber, Hundeführer, Helfer, usw. Sollte in Deinem Bundesland ein Hygienekonzept vorgeschrieben sein, muss sichergestellt sein, dass Schutzmaßnahmen ergriffen, eingehalten und auch überwacht werden.

Jagdgäste mit Grippesymptomen oder Fieber dürfen nicht teilnehmen

Schon bei der Einladung solltest Du Deine Gäste darauf hinweisen, dass Personen mit grippeähnlichen Symptomen, Fieber oder allgemeinem Krankheitsgefühl nicht an der Jagd teilnehmen dürfen.

Jagdgäste die aus Risikogebieten aus dem Ausland einreisen, müssen Quarantäne- und Einreisebestimmungen beachten.

Bitte Deine Gäste auch darum, bei Zusage zur Jagd eine Telefonnummer sowie eine E-Mailadresse zu übermitteln, so dass Du ggf. auf kurzfristige Änderungen der Corona-Regelungen reagieren und Deine Gäste informieren kannst.

Corona Abstand einhalten

Weise darauf hin, dass Personen, die nicht in einem Hausstand leben, während des gesamten Jagdtages einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen einhalten müssen.  Ob während des Zusammentreffens eine Mund/Nasenbedeckung getragen werden muss, erfährst Du ebenfalls über die örtlichen Gesundheitsbehörden. Die Jagdleiterin oder der Jagdleiter trägt die Verantwortung und sollte auf die Abstandsregeln hinweisen und an die Verantwortung jedes einzelnen appellieren. Ein Informationsblatt mit den Hygieneregeln sollte ebenfalls gut sichtbar aufgehängt werden, ggf. bei der Einladung beifügen.

Dezentrale Treffpunkte organisieren

Lege am besten schon vorab mehrere Treffpunkte – am besten nach der jeweiligen Gruppeneinteilung – fest, damit die Zusammenkunft von mehreren Personen vermieden wird. Diese Gruppeneinteilung und die separaten Treffpunkte kannst Du am besten schon in der Einladung mitteilen. Zum Beispiel: Gruppe A trifft sich auf dem Parkplatz am Fußballplatz, Gruppe B an der Grillhütte und Gruppe C am Parkplatz vor der Hütte. Stelle gut sichtbare Schilder auf, damit jeder seine Gruppe direkt und ohne Nachfragen oder Umwege erreichen kann.

Während des Jagdtages sollten sich die Teilnehmer nur in diesen Kleingruppen mit max. 10 Personen aufhalten. Die Ansteller sollten die Koordination und Wildbergung, Streckenmeldung, Nachsuchenkoordination, etc. möglichst allein übernehmen.

Sonstige Corona-Vorsorgemaßnahmen:

  • Die Teilnehmer sollten vorab, z. B. schon in der E-Maileinladung auf die Sicherheitsunterweisungen inklusive Freigabe hingewiesen werden und diese Vorgaben bereits schriftlich per E-Mailantwort bestätigen.
  • Weise Deine Gäste auch darauf hin, dass sie mit ihrem eigenen Auto zum Stand fahren müssen, um Fahrgemeinschaften zu vermeiden.
  • Händeschütteln und Umarmungen sollten vermieden werden.
  • Weise Deine Helfer an, Handkontaktflächen regelmäßig zu desinfizieren. Dies können z. B. Türklinken von Toren, Türen oder an der Toilette sein. Auch Armaturen, Wasserhähne usw. sollten regelmäßig desinfiziert werden.
  • Insbesondere bei der Kontrolle der Jagdscheine und bei der Entrichtung des Kostenbeitrages für die Hundeversicherung sollte auf eine ordnungsgemäße Handhygiene geachtet werden. Die Jagdscheinkontrolle sollte generell im Freien stattfinden.  In geschlossenen Räumen ist auf eine Trennvorrichtung und intensive Durchlüftung sowie das Tragen des Mund-/Nasenschutzes zu achten.
  • Bitte Deine Gäste, den Jagdschein möglichst kontaktlos vorzuzeigen.
  • Falls die Jagdgäste eine Unterschrift leisten müssen, sollte für jeden Gast ein separater Stift zur Verfügung stehen oder der Stift nach jeder Verwendung desinfiziert werden.
  • Der Sicherheitsabstand von 1,5 Meter sollte während des gesamten Jagdtages eingehalten werden – es ist auf die Hust- und Niesregeln zu achten.
  • Eine Anwesenheitsliste mit Vor- und Zunamen, Anschrift sowie Telefonnummer muss geführt werden.
  • Jagdleiter, Ansteller und Helfer sollten Zugriff auf ausreichend Wasser, Seife, Desinfektionsmittel sowie Einmal-Papierhandtücher haben und diese mit sich führen.
  • Die Wildbergung und -versorgung nach der Jagd sollten von Personen durchgeführt werden, die regelmäßig miteinander in Kontakt stehen. Die Aufbrech-Teams sollten vorher festgelegt werden und das Aufbrechen sollten unter strengen Hygieneregeln erfolgen. Wasser sollte ständig verfügbar sein und das erlegte Wild sollte mit so wenig wie möglich Personen in Berührung kommen und nur mit Einmalhandschuhen versorgt werden. Auch hier ist der Sicherheitsabstand einzuhalten und ein Mund-/Naseschutz zu tragen. Aufbrechwerkzeuge sollten regelmäßig gereinigt und desinfiziert werden.
  • Auf die Übergabe des Bruchs mit Handschlag auf dem Streckenplatz sollte verzichtet werden. Aufgrund des hohen Infektionspotentials sollte auf das Verblasen der Strecke verzichtet werden.

Jetzt wünsche ich Dir trotz Corona erfolgreiche Drückjagdtage mit einem guten Anblick, allseits eine sichere Kugel sowie ein kräftiges Waidmannsheil!

Ich freue mich, wenn Du beim nächsten Mal wieder mit dabei bist.

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Bis zum nächsten Mal, Euer Markus!

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